Geschichte

Entstehungsgeschichte

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1260 n. Chr. Dadurch konnte die Gemeinde im Jahr 2010 ihr 750-jähriges Bestehen feiern.

Oberwallmenach gehörte ab dem 13. Jahrhundert zum "Vierherrischen" Gebiet. 1775 kam das Kirchspiel Oberwallmenach mit Lautert und Rettershain zur Landgrafschaft Hessen. Vorübergehend von französischen Truppen besetzt ("pays reserve"), kam der Ort 1816 zum Herzogtum Nassau.

Seit 1866 Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau, kam der Ort 1947 zum damals neu gegründeten Land Rheinland-Pfalz. Seit 1972 gehört Oberwallmenach zur Verbandsgemeinde Nastätten.

Diese Urkunde vom 10. März 1371 befindet sich im Landesarchiv in Mainz. Die Übersetzung finden Sie im hier.

Der Grauberg

Höchste Erhebung zwischen Lautert, Oberwallmenach und Rettershain

Lieber Wanderer!

Du stehst hier auf dem Grauberg erwas höher als 400 m über dem Meeresspiegel in der Gemarkung Oberwallmenach. Der obere Rand des Berges, der heute Ackerland ist, war bewaldet. In ihm lagen einige Hügelgräber keltischer Herkunft aus der Zeit zwischen 750–500 v. Chr.. 1935 wurde dieser Wald zu Ackerland gerodet und einige Gräber geöffnet. Man fand Steine, Asche, Knochen-reste, Plättchen aus Goldblech und eine bronzene Schnabelkanne etruskischer Herkunft. Sie befinden sich im Museum in Wiesbaden. Die Attaschen (Griffe zum Anfassen der Kanne) sind bei der in Oberwallmenach gefundenen Kanne besonders bemerkenswert. Sie stellen Schlangenköpfe dar. Außer bei dieser Kanne gibt es nur noch eine ähnliche Schlangenattasche in St. Wedel und eine zweite in Oberitalien.

Vom Grauberg aus hat man eine wunderschöne Aussicht. (Diesen einmaligen Blick hat man, wenn man auf der Straße ca. 100 Meter Richtung Oberwallmenach und dann am Waldrand links zum Haus Soherr geht.) Lehrer Ernst Jungmann sen., der von 1916–1926 in Oberwallmenach unterrichtete, hat an dieser Stelle ein Gedicht geschrieben, das er auch als Männerchor vertonte. Dieses Lied gilt als Heimatlied der Gemeinden Oberwallmenach und Lautert.

Der Grauberg war aber auch als Heiratsmarkt bekannt. An Sonn- und Feiertagen trafen sich hier die jungen Burschen und Mädchen. Manche Ehe, die später geschlossen wurde, hatte hier ihre Wurzeln.

Im zweiten Weltkrieg (1939–1945) stand hier im Wald ein hoher, über die Bäume ragender hölzener Turm zur Beobachtung feindlicher Flieger.

Nun lieber Wanderer! Genieße den Ausblick vom Grauberg.

Mädchen und fesche Burschen kann man auch heute noch hier finden.

(Text, Zusammenstellung: Friedhelm Schenk, Ernst Lenz)

Heimatverein Oberwallmenach, im Jahre 2006